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Kunst-Galerie Dethleffs

Einzigartige Kunstausstellung im Internet

Die gesamte Erfolgsgeschichte, nicht nur der Firma Dethleffs, sondern der gesamten Wohnwagen- und Reisemobil-Branche, beruht im Grunde genommen auf dem Traum einer jungen Künstlerin von einem fahrbaren Atelier sowie der Liebe und dem Ideenreichtum ihres Mannes, der für sie 1931 das erste Wohnauto erfand.

Die am 30.11.1899 in Hagsfeld bei Karlsruhe geborene Fridel Dethleffs-Edelmann war schon im Alter von 16 Jahren Privatschülerin von Prof. Wilhem Trübner und wurde nur ein Jahr später Schülerin der Großherzoglichen Malerinnenschule in Karlsruhe. Als eine der ersten Studentinnen an der Badischen Landeskunstschule führte sie ihre Ausbildung unter anderem bei den Professoren Hermann Gehl, Wilhelm Schnarrenberg und Ernst Würtenberger fort.

Nach der Beteiligung an der Großen Deutschen Kunstausstellung in Karlsruhe 1923 wurde sie 1925 Meisterschülerin von Prof. Ernst Würtenberger. Aufenthalte in Paris und Florenz folgten. Später lernte sie Arist Dethleffs kennen, den sie 1931 heiratet und der ihr ein fahrbares Atelier baute. 1933 wurde die gemeinsame Tochter Ursula geboren, die später ebenfalls eine bedeutende Künstlerin werden sollte. Nach zahlreichen Preisen und Ausstellungen wird ihr 1974 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Bis zu ihrem Tod am 24. September 1982 lebte und arbeitete Fridel Dethleffs-Edelmann in Isny. Ihre Reisen, die teilweise auch als Testfahrten für neu entwickelte Wohnwagen dienten, haben sie viele tausend Kilometer durch Europa, den vorderen Orient und bis in den Kaukasus geführt. Ihre Kunst hat es sogar bis ins Guggenheim-Museum nach New York geschafft.

Sicher unter dem Einfluss ihrer Mutter beginnt die am 6. November 1933 in Ottersweier geborene Ursula Dethleffs schon im Kindesalter damit, ihren kreativen Neigungen freien Lauf zu lassen. 1943 entstehen die ersten Hinterglasbilder. Nur zwei Jahre später die ersten Bildteppiche, Keramiken und Holzschnitte.

Bereits im Alter von 13 Jahren sind ihre Werke in verschiedenen Ausstellungen zu sehen. Mit 17 erhält Ursula den Kunstpreis der Jugend Saulgau. Ab 1952 gehen ihre Ausstellungen um die ganze Welt. Während ihre Mutter der Malerei verhaftet bleibt, wendet sich Ursula, auch auf Anregung ihres Mentors Max Ackermann, immer mehr der Abstraktion und dem Experimentieren mit großformatigen Collagen und Bildteppichen, beziehungsweise der Erschaffung von Holzreliefs und Holzskulpturen zu.

1967 begleitet sie ihre Eltern auf eine über 9.000 Kilometer lange Reise durch Russland, von der vor allem ihre Mutter zahlreiche Eindrücke für spätere Gemälde mitnimmt. Gleichzeitig dient die von Mercedes Benz organisierte Expedition als Testfahrt für einen neu entwickelten Globetrotter Caravan. Am 7. Mai 1994 stirbt Ursula Dethleffs viel zu früh in Isny.

Bernd Riedle (r.) und der ehemalige Dethleffs Geschäftsführer Dr. Dominik Suter bei der Übergabe des Wohnwagens, mit dem Familie Dethleffs im Jahr 1967 eine über 9.000 km lange Kunstreise und Testfahrt unternommen hatte.

Beide Frauen waren bedeutende Künstlerinnen ihrer Zeit. Ihre Werke werden unter Kunstfreunden immer noch hoch gehandelt und sind immer wieder in verschiedenen Ausstellungen zu sehen. Verantwortlich für den Nachlass ist heute Bernd Riedle, Neffe und Generalbevollmächtigter von Arist Dethleffs, sowie ehemaliger Geschäftsführer der Firma Dethleffs.

Mit dem Internetportal www.galerie-dethleffs.de hat er die Möglichkeit geschaffen, über 4.500 Werke, aus dem Besitz der Museen, aus dem Privatbesitz seiner Familie und der 500 Sammler, der Öffentlichkeit im In- und Ausland zugänglich zu machen.