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Fachbegriffe-Lexikon

Mit unserem Caravaning-Fachbegriffelexikon wollen wir Ihnen die Welt des Caravanings verständlicher machen. Insbesondere als Caravaning-Einsteiger aber auch als erfahrener Caravaner oder Reisemobilist finden Sie hier nützliche Infos und Hintergrundinformationen rund um die Themen Camping, Reisen und Freizeitfahrzeug-Technik.

Unser Fachbegriffe-Lexikon wird ständig erweitert. Gerne können auch Sie uns Caravaning-Fachbegriffe und deren Erklärung zukommen lassen. Nutzen Sie dazu bitte folgendes Formular.

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0-9
3,5-Tonnen-Grenze

Durften bis 1999 mit dem Pkw-Führerschein (alte Klasse 3) Reisemobile bis 7,5 Tonnen gefahren werden, gilt seither, dass mit dem Pkw-Führerschein der Klasse B nur noch Fahrzeuge bis 3, 5 Tonnen gesteuert werden. Weil nur wenige Führerschein-Neulinge die Klasse C1 erwerben (Lkw von 3,5 bis 7,5 Tonnen), ist bei Reisemobilen die Nachfrage nach Modellen bis 3,5 Tonnen sehr groß. Mehr als 70 Prozent aller Neufahrzeuge sind in dieser Gewichtsklasse angesiedelt. Für Reisemobile bis 3,5 Tonnen gelten die gleichen Verkehrsregeln wie für Pkw. Fahrzeuge, die schwerer sind, gelten verkehrsrechtlich als Lkw – mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Das 3,5-Tonnen-Limit ist auch bei der Maut interessant: In Österreich gilt für Reisemobile bis zu 3,5 Tonnen die Vignette; für schwerere Fahrzeuge muss die Go-Box angeschafft werden. In der Schweiz wird bei Fahrzeugen über 3,5 Tonnen auf Schnellstraßen die Schwerverkehrsabgabe fällig. In den Niederlanden dürfen viele Innenstädte mit Mobilen über 3,5 Tonnen nicht befahren werden.

A
Abspannleine

Dir Abspann- oder Zeltleine dient zum Sichern und Fixieren von Zelten oder von Markisen an Reisemobilen und Caravans. Abspannleinen sind zumeist aus reißfestem und wetterunempfindlichem Kunststoff hergestellt. Übliche Stärken sind 0,25 oder 0,4 Quadratmillimeter.

Abwassertank

Zum einen gibt es die fest eingebauten Abwassertanks – vor allem in Reisemobilen -, die dazu dienen, das Grauwasser aufzunehmen. Üblicherweise haben sie ein Volumen von 100 bis 150 Litern. In größeren Reisemobilen gibt es mitunter auch größere Abwassertanks. Das Grauwasser wird an Entsorgungsstationen abgelassen. Darüber hinaus gibt es portable Tanks, die vor allem dazu dienen, Abwasser von Caravans aufzunehmen. Modelle mit integrierten Rädern werden auch als Abwassertaxis bezeichnet. Damit lässt sich Grauwasser ganz einfach auf Campingplätzen entsorgen.

ACSI

Die Abkürzung steht für Auto Camper Service International. Die 1965 vom Niederländer Ed van Reine gegründete Organisation bewertet Campingplätze in ganz Europa. In den aktuellen ACSI-Publikationen werden fast 10.000 Campingplätze vorgestellt und bewertet. ACSI vertreibt auch die CampingCard ACSI. Damit gibt es in der Vor- oder Nachsaison Nachlässe von bis zu 50 Prozent auf mehr als 3000 Campingplätzen.

ADAC-Camping Key Europa (CKE)

Der Camping Key Europa ist sowohl Identitätsnachweis als auch Rabatt- und Vorteilskarte. Inhaber der Campingkarte müssen auf vielen Plätzen beim Check-In an der Rezeption nicht mehr Ihren Ausweis hinterlegen – der Camping Key Europe reicht aus. Die personalisierte, grüne Karte löst vollständig auch die „Camping Card Scandinavia“ ab. Die CKE bietet ihrem Inhaber nicht nur eine Haftpflicht-, sondern auch eine Unfallversicherung auf Campingplätzen, sie bietet zudem unter anderem Rabatte auf Fähren.

ADAC-Camping- und Stellplatzführer

Mit den ADAC Camping- und Stellplatzführern finden Wohnmobilisten, Gespannfahrer und Zeltcamper zahlreiche Übernachtungs- und Urlaubsmöglichkeiten in Europa. Der ADAC hat zwei kompakte Nachschlagewerke aufgelegt. Der Band für Italien, Kroatien, Österreich und Slowenien listet rund 1.900 Plätze auf. Das mit Abstand beliebteste Urlaubsziel bei Campern und Wohnmobilisten ist Deutschland, das mit 3.800 Plätzen in einem eigenen Band eine große Auswahl bietet. Die Plätze werden mit bis zu fünf Sternen bewertet. Die „ADAC Camping- und Stellplatzführer“ sind für je 19,99 Euro im Buchhandel, in den ADAC-Geschäftsstellen und im Internet erhältlich.

AGM-Batterie

Die Absorbent-Glass-Mat-Battery (Batterie mit saugendem Glasmatten-Vlies) ist völlig versiegelt und wird auch Vlies-Batterie genannt, weil die Batteriesäure komplett durch Glasfaser- oder Vliesmatten aufgenommen wird. Da die Aufnahmefähigkeit von Flüssigkeiten für das Vlies noch etwas größer ist, bleibt die Batterie trocken und kann lageunabhängig betrieben werden, vermeidet aber die Nachteile einer Gel-Batterie. Durch das Fehlen von Antimon treten kein Wasserverbrauch und weniger Selbstentladung auf. Sollte Gas entstehen, so wird dieses durch die Poren des Vlieses zum negativen Pol geleitet. Bei guter Laderegelung tritt kein Gas aus und bei Bruch des Gehäuses kein Elektrolyt. Ebenso sind die Schlammbildung und damit die Gefahr eines inneren Kurzschlusses gering. Die AGM-Batterie ist nicht nur lageunabhängig, sondern auch rüttelfest. AGM-Batterien kommen in Reisemobilen vor allem als Bordbatterien zum Einsatz.

AL-KO

Die 1931 gegründete AL-KO Kober SE mit Hauptsitz in Kötz ist ein international tätiger Technologiekonzern und Anbieter in den Bereichen Fahrzeugtechnik, Garten und Hobby sowie Lufttechnik. An weltweit mehr als 45 Standorten sind rund 4.000 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr 2014 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 640 Millionen Euro. [ Al-KO ist einer der größten Zulieferer in der Caravaningbranche. Zahlreiche Caravans und Reisemobile sind mit Komponenten der Marke ausgestattet. In der Fahrzeugtechnik machte sich AL-KO mit dem AMC-Chassis, Sicherheitskupplungen, elektromechanische Antischleuder-Systemen und auch Rangiersystemen einen guten Namen. 1931 gründete Alois Kober (1908–1996) das Unternehmen als damals kleine Schmiede in Großkötz. 1952 begann die Entwicklung und Serienfertigung von Handbremshebeln. Im Laufe der nachfolgenden drei Jahre startete die Produktion von Rasenmähern, Achsen und Rahmenfahrgestellen für Wohnwagen. 1958 wurde die erste Tochterfirma gegründet und die Söhne Kurt (1936–2015), Willy und Herbert Kober, die alle bei ihrem Vater in die Lehre gingen, übernahmen Mitverantwortung. 1975 erfolgte der Einstieg in die Lufttechnik. 1987 wurde das Unternehmen in die AL-KO KOBER AG überführt; 2013 wurde die Aktiengesellschaft nach deutschem Recht in eine Aktiengesellschaft nach europäischem Recht mit Firma AL-KO KOBER SE umgewandelt.

AL-KO ATC

Die AL-KOTrailer Control (ATC) ist ein innovatives Anti-Schleuder-System für Wohnwagen. Dabei reagieren Sensoren automatisch bereits auf geringe Querbeschleunigungen. Das System reagiert automatisch; der Fahrer spürt von dieser Korrektur fast nichts. Durch das sanfte Abbremsen zieht sich der Anhänger selbstständig in die Spur zurück. Der automatische Funktionstest erfolgt beim Anschließen des Anhängers. Das AL-KO.ATC sichert das Caravangespann bei Seitenwind auf Brücken oder Winddruck beim Überholen von Lastkraftwagen. Das ATC wurde mehr als 125.000mal verkauft. Eine Sicherheitsanzeige im Cockpit informiert den Fahrer jederzeit über den Betriebszustand des ATC.

Alarmanlage

Sicherheit wir auch in Freizeitfahrzeugen großgeschrieben, deshalb sind auch unterschiedliche Alarmanlagen auf dem Markt. Es gibt Anlagen, die mit Bewegungsmeldern arbeiten; andere sind mit Kontakten an Fenstern und Türen verbunden und sollen die Fahrzeugbesitzer bei unberechtigtem Eindringen von Fremden in das Fahrzeug warnen. Eine Sonderform sind Gaswarner, die mit akustischen Signalen bei Angriffen mit Gas warnen sollen.

Alde

Die Alde International Systems AB ist ein weltweit führendes Unternehmen, das im Caravaningbereich vor allem für Warmwasserheizungen bekannt ist. Der Hauptsitz befindet sich in Färlöv in der Nähe von Kristianstad in Südschweden. Hier wurde das Unternehmen auch einst gegründet. Alde beschäftigt rund 100 Mitarbeiter und hat Tochterunternehmen in Deutschland, England und den USA. Namensgeber war Alde Rask. Er gründete das Unternehmen 1949. Alde-Warmwasserheizungen kommen vor allem in Reisemobilen im Premiumbereich zum Einsatz. Alde gehört zum Truma-Konzern.

Alkoven

Ursprünglich kommt der Begriff Alkoven aus dem Arabischen. Al-Gubba heißt „Kuppel“, um 1700 entwickelte sich der französische Begriff Alcôve, der eine Bettnische bezeichnete. Im Reisemobilbau steht Alkoven für einen Bettraum über dem Fahrerhaus des Basisfahrzeugs. Hatte in den neunziger Jahren fast jedes zweite Reisemobil einen Alkoven, so hat die Bauform heute etwa zehn Prozent Marktanteil bei Neufahrzeugen. Wegen der charakteristischen Bauweise werden Alkoven-Mobile liebevoll auch als „Nasenbären“ bezeichnet.

Antennenanschluss

Auf einigen Campingplätzen ist auf Komfortstellplätzen der direkte Anschluss an das TV-Netz möglich.

Anti-Schlinger-Kupplung

Amtlich heißt die Kugelkupplung mit Schlingerdämpfung „Zugkugelkupplung mit Stabilisierungseinrichtung für Zentralachsanhänger“. Sie ist an der Deichsel von Wohnwagen angebracht und arbeitet als Stabilisierungseinrichtung zusammen mit der zugfahrzeugseitigen Anhängerkupplung. Solche Vorrichtungen lassen sich auch an bestehenden Deichseln nachrüsten. Ziel ist das Mindern der so genannten Gierrate, um die Hochachse des Anhängers, das Schlingern, sowie die Erhöhung von dessen Eigenresonanzfrequenz durch Dämpfung. Der Orismat 2000 oder die in der Funktion ähnlich arbeitende Westfalia SSK folgen dem Ansatz. Aktuell sind zwei Versionen der Kugelkupplung mit Schlingerdämpfung auf dem Markt: Beim Hersteller AL-KO greifen die Reibbeläge seitlich (quer zu Fahrtrichtung) an der Kugel der Kupplung an, beim Hersteller Winterhoff greifen sie von vorn und hinten (längs der Fahrtrichtung) an der Kugel an.

Arist Dethleffs

Der Begründer der Dethleffs GmbH & Co. KG war als Inhaber der bereits 1832 gegründeten Dethleffs KG, die Peitschen und Skistöcke herstellte, häufig in Deutschland unterwegs. Arist Dethleffs wollte während seiner Geschäftsreisen nicht auf die Begleitung seiner Frau Fridel Dethleffs-Edelmann und Tochter Ursula Dethleffs verzichten. Deshalb entwarf er 1931 den ersten Wohnwagen im badischen Ottersweier, das sogenannte Wohnauto. Die Jungfernfahrt des ersten deutschen Caravans fand 1932 statt. Bereits 1932 wurden auch Wohnwagen auf Bestellung gebaut, und 1936 hatte das Unternehmen sechs feste Mitarbeiter. Während des Zweiten Weltkrieges wurden der Caravanbau eingeschränkt und Sanitätsschlitten gebaut, eine Wohnwagenserie für das Deutsche Afrikakorps wurde 1941 hergestellt. Im Jahr 1948 wurde die Produktion wieder aufgenommen. 1952 begann die erste Serienfertigung der Caravans „Tourist“ und „Camper“.

Aufbau

Darunter versteht man üblicherweise den Wohnbereich des Caravans oder des Reisemobils. Stand der Aufbautechnik war über viele Jahre ein Holzfachwerk mit Styropor-Isolierung unter der Außenhaut. In immer mehr Freizeitfahrzeugen sind inzwischen holzfreie Aufbauten üblich: Anstelle von Styropor kommen hochisolierende Schäume zum Einsatz, die zudem auch für eine hohe Festigkeit sorgen. EPS-, XPS- und PU-Schäume sind gängige Materialien in der Caravantechnik. An vielen Freizeitfahrzeuge werden Wände und Dächer – zum Teil auch Böden – mit GfK-Kunststoff geschützt.

Aufbautür

Moderne Aufbautüren an Freizeitfahrzeugen erfüllen automotive Standards. Sie sind mit wirksamen Schließsystemen ausgestattet, passgenau und mit bester Isolierung. Es gibt Modelle mit integrierten Scheiben, Verdunkelungssystemen und Fliegengittern. Solch sichere Aufbautüren können auch an älteren Fahrzeugen nachgerüstet werden.

Auffahrkeil

Die Auffahrkeile sollen bei Reisemobilen und Caravans für eine möglichst optimale Nivellierung des Fahrzeugs sorgen. Je nach Untergrund werden die Keile bei Mobilen an den Vorder- oder Hinterrädern angebracht. Auf dem Markt sind unterschiedliche Modelle: stufenartige mit unterschiedlichen Höhen oder linear ansteigende.

Auflastung

Jedes Fahrzeug besitzt seitens des Fahrzeugherstellers ein im Fahrzeugschein eingetragenes zulässiges Gesamtgewicht. Dieses Gewicht beschreibt das maximal zulässige Fahrzeuggewicht inklusive Zuladung und Insassen. Subtrahiert man das Leergewicht des Fahrzeugs vom zulässigen Gesamtgewicht, so erhält man die maximale Zuladung. Dieses Gewicht wird als Nutzlast bezeichnet und sollte niemals überschritten werden. Benötigt man eine höhere Nutzlast, so kann das zulässige Gesamtgewicht mit Hilfe einer Auflastung erhöht werden. Auflastungen können – je nach Fahrzeugmodell – durch die Montage einer Zusatzfeder und einer Änderung der Rad-Reifen-Kombination durchgeführt werden. Für die meisten Auflastungen müssen Modifikationen am Fahrwerk vorgenommen werden. Durch die Montage von zusätzlichen oder verstärkten Federelementen können die Achslasten sowie das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs erhöht werden.

Ausstellfenster

In den allermeisten Reisemobilen und Wohnwagen sind Ausstellfenster eingebaut. Der Vorteil: Sie können bei warmen Temperaturen und nach dem Kochen weit geöffnet werden können. Ausstellfenster bieten einen höheren Lüftungsquerschnitt im Vergleich zu Schiebefenstern und sind meist auch noch deutlich preiswerter. Viele Ausstellfenster sind mit integrierten Kombirollo mit Moskitonetz und Verdunklungsrollo ausgestattet. Bekannteste Hersteller sind Dometic-Seitz und Polyplastic.

B
Basisfahrzeug

Reisemobilhersteller wie Dethleffs bauen ihre Modelle auf den Kleinlastwagenchassis von bekannten Automobilherstellern auf. Das am meisten verbreitete Basisfahrzeug für Reisemobile in Deutschland ist der Fiat Ducato. Auf dem Euro-Chassis gibt es auch Reisemobile, die auf dem Peugeot Boxer und dem Citroen Jumper aufgebaut sind. Bedeutende Marktanteile im Reisemobilbereich haben auch der Ford Transit, der Mercedes Sprinter sowie die Transportermodelle von Volkswagen. Pickup-Reisemobile sind üblicherweise auf Geländewagen aufgebaut.

Bedienpanel

Anzeigeinstrument im Caravan oder Reisemobil, auf dem die unterschiedlichen Funktionen angezeigt werden. Standardfunktionen sind der Ladezustand der Starter- und der Bordbatterie sowie die Füllstandsanzeige im Frischwasser- und Abwassertank. Am Bedienpanel ist auch sichtbar, ob das Freizeitfahrzeug am externen Stromnetz angeschlossen ist. Üblich ist auch ein Ein- und Ausschalter für die Bordstromversorgung.

Booster

Batterien in Freizeitfahrzeugen benötigen eine konstante Ladespannung von 14,1 Volt. Für diesen Zweck sind Ladebooster konzipiert. Sie werden im Caravan oder Reisemobil montiert und sorgen hier für die nötige Spannung. Die Akkus werden dabei auch bei kurzen Fahrten geladen. Ladebooster sorgen dafür, dass der Ladestrom von der Lichtmaschine soweit angehoben wird, wie er für eine Vollladung der Akkus benötigt und vom Hersteller gefordert wird. Zusätzliche Schutzschaltungen verhindern eine Überspannung, damit die verwendeten Kabel und die Anhängersteckdose nicht überlastet werden. Beim IUOU-Lade-Booster kann man zudem über einen Batteriewahlschalter den jeweils verwendeten Akkutyp auswählen. Hier wird zwischen GEL-Akku, AGM oder Standard-Säure-Akku unterschieden.

Bordbatterie

Für die diversen Stromverbraucher im Caravan oder Reisemobil wird viel Energie benötigt, die in den Bord- oder Aufbaubatterien gespeichert wird. Es gibt Batterien in unterschiedlichen Formaten und mit unterschiedlichen Kapazitäten. Bordbatterien sollten eine hohe Zyklenfestigkeit aufweisen. Eingesetzt werden Nassbatterien, Gel-Akkus, AGM-Batterien und Lithium-Akkus.

C
Caravan-Salon

Der Caravan-Salon in Düsseldorf ist die weltgrößte Schau der Caravaningbranche. Sie findet alljährlich Ende August auf dem Gelände der Messe Düsseldorf statt. Aussteller zeigen Wohnwagen und Reisemobile, Zubehör, Zelte, Mobilheime, Campingausstattung, Camping- und Stellplätze sowie zahlreiche Destinationen. 2015 wurden mehr als 200.000 Besucher gezählt. Auf dem messeeigenen Stellplatz, dem Caravan Center, wurden über 70.000 Übernachtungen gezählt – ebenfalls ein neuer Rekord.

Caravaning

Camping oder Caravaning ist die schönste Urlaubsform überhaupt: Ferien im Grünen, ganz nah in der Natur. Die Feriendomizile sind Caravans, Zelte und Reisemobile. Camping gründet sich auf das lateinische Wort Campus - „Feld“). Camping wurde Anfang des 20. Jahrhunderts populär. Es finden sich weltweit Möglichkeiten, auf Campingplätzen, oft in landschaftlich reizvollen Lagen. Campingplätze stellen - wie auch manche Reisemobil-Stellplätze - sanitäre und elektrische Versorgungseinrichtungen zur Verfügung. Campingplätze gibt es für jeden Geschmack von der einfachen Wiese mit Waschhaus bis zu hoch komfortablen Einrichtungen mit Supermärkten, Restaurants, eigenem Schwimmbecken sowie Fernsehanschluss und Internetangebot (WLAN). In den meisten Ländern Europas ist Campieren außerhalb dafür vorgesehener Einrichtungen nicht erlaubt.

Caravaning-Industrie-Bus

Weil Freizeitfahrzeuge immer stärker digitalisiert werden, haben sich die Reisemobil- und Caravanhersteller auf den Caravaning-Industrie-Bus (CI-Bus) verständigt. Derzeit beteiligen sich daran über 30 nationale und internationale Unternehmen. Der CI-BUS ermöglicht die zentrale Bedienung von im Freizeitfahrzeug verbauten Peripheriegeräten wie beispielsweise Heizung, Klimaanlage und Co. durch ein zentrales Bedienpanel.

Caravanspiegel

Weil Wohnwagen zumeist breiter sind als die Zugfahrzeuge, die Sicht nach hinten aber dennoch gewährleistet sein muss, sind Zusatzspiegel notwendig.  Im Zubehörhandel gibt es Modelle, die auf die Original-Außenspiegel aufgesteckt oder aufgeschraubt werden und solche, die am Kotflügel befestigt werden.

Caravanstützen

Sie dienen dazu, den Wohnwagen im Stand zu stabilisieren. Es gibt unterschiedliche Varianten: etwa portable Stützböcke mit Schaubgewinde, die unter dem Fahrzeug aufgestellt werden. Andere Stützen sind am Caravanchassis befestigt und werden mit Kurbeln ausgefahren. AMC-Hubstützen von AL-KO werden an Fahrzeugen mit AL-KO-Rahmen befestigt und ebenfalls mit einer Kurbel ausgefahren. Die Traglast der Stützen variiert je nach Ausführung zwischen 400 und 1300 Kilogramm.

CEE

Caravaner und Reisemobilisten werden auf Stell- und Campingplätzen immer wieder mit der CEE-Norm konfrontiert. CEE steht für Commission on the Rules for the Approval of the Electrical Equipment oder auf Deutsch: Internationale Kommission für die Regelung der Zulassung elektrischer Ausrüstungen. Im Rahmen der Norm entstanden die blauen Stromstecker, die inzwischen im Campingbereich weit verbreitet sind. Mit entsprechenden Adaptern, die überall im Zubehörhandel gibt, kann man an jedem Platz leicht Strom zapfen.

Chassis

Das Chassis bezeichnet bei Reisemobilen das Basisfahrzeug; bei Wohnwagen ist damit die Rahmenkonstruktion unter dem Wohnaufbau gemeint. Verbreitet sind bei Caravans die Chassis von Al-KO, von BPW und von Knott.

D
Dachentlüftung

Um ein gutes Raumklima zu gewährleisten, kommen in Caravans und Reisemobilen Dachentlüftungen zum Einsatz. Verbreitet sind die wegen ihrer Bauform so genannten Pilzlüfter. Sie werden mit und ohne Dauerbelüftung angeboten. Es gibt Modelle, in die ein elektrischer Lüfter integriert ist. Eine gute Belüftung in Freizeitfahrzeugen wird auch über Dachhauben erreicht.

Dachhaube

Gängige Standard-Ausschnittmaße für Dachhauben sind 28 x 29 oder 40 x 40 Zentimeter; in Reisemobilen kommen häufig auch größere Dachhauben zum Einsatz. Auf dem Markt sind Modelle mit unterschiedlich eingefärbten Gläsern oder mit intransparentem Kunststoff. Diverse Modelle haben Ventilatoren integriert (z. B. Fiamma Turbo Vent). Meistens sind auch Verdunkelungsrollos und Moskitonetze integriert.

Deichsel

Die Deichsel sorgt für die Verbindung zwischen dem Zugfahrzeug und dem Wohnanhänger. Die Länge der Deichsel hat Einfluss auf das Fahrverhalten des Gespanns und wirkt sich auch auf die Stützlast aus. Wohnwagen sind meistens mit so genannten V-Deichseln ausgestattet.  Auf der Wohnwagendeichsel sind häufig Fahrradträger und bei älteren Modellen der Gasflaschenkasten installiert.

Dichtprofile

Im Caravanbau kommen Dichtprofile in unterschiedlichen Bereichen zum für Einsatz – etwa als Kantenschutzprofile, als Regenrinnen oder als Türdichtungen. Es gibt Dichtprofile mit Dichtwulst und solche, die als Flachprofile ausgeführt sind. Je nach Anforderung werden die Dichtprofile aufgesteckt oder geklebt.

Dinette

Der Begriff hat sich bei Wohnwagen oder Reisemobilen für eine Sitzgruppe mit gegenüberliegenden Sitzen mit einem dazwischen stehenden Tisch etabliert. Tagsüber kann man die Dinette nutzen um zu essen, Kaffee zu trinken oder ein gemeinsames Spiel zu spielen. Abends wird die Dinette umgebaut. Der Tisch wird abgesenkt, die Polster der Sitzbänke werden zu einer ebenen Fläche zusammengelegt und man hat ein Bett für die Nacht. Die Dinette ist somit Sitz- und Schlafgelegenheit in einem. In den Kästen der Sitzbänke befindet sich Stauraum; häufig sind hier auch Tanks untergebracht. Im Reisemobilbau sind Dinetten inzwischen eher selten anzutreffen; verbreitet sind dagegen Halbdinetten: dabei werden die Fahrerhaussitze gegen die Fahrtrichtung gedreht und bilden so eine Sitzgruppe mit der gegenüberliegenden Sitzbank. Der Schlafplatz der sich aus dieser Halbdinette bauen lässt ist, aber meist nur als Not-Schlafplatz nutzbar.

Dometic

Die Dometic Group ist ein „big player“ in der Caravaningbranche – kaum ein Wohnwagen oder Reisemobil, die nicht mit Dometic-Komponenten ausgestattet sind. Der schwedische Hersteller hat weltweit mehr als 6.000 Mitarbeiter und fertigt in 22 Werken in Europa, Nordamerika und Asien unter anderem Minibars (Absorber-Technik), Caravan-Kühlsysteme, Caravan-Herde, -Türen und -Fenster, mobile Kühlsysteme, Sanitärsysteme für Caravans und Boote, Generatoren sowie Spezial-Kühl- und Tiefgefriergeräte (Kompressor-Technik) für Medizin, Pharmazie und Forschung. Zu Dometic gehören auch die Marken Waeco und Seitz.

Druckregler

Um Gas aus Flaschen oder Tanks in Freizeitfahrzeugen nutzen zu können, muss der Druck auf 30 Millibar (mbar)reguliert werden (bei älteren Fahrzeugen sind auch noch Geräte mit einem Druck von 50 mbar zulässig. Diese Aufgabe übernehmen Druckregler. Im Handel gibt es Regler mit und ohne Manometer. Es gibt auch Niederdruckregler, mit denen 30-mbar-Fahrzeuge auf Campingplätzen an eine Standleitung mit 50 mbar Druck angeschlossen werden können. Wichtig: Druckregler und Gasschläuche müssen nach zehn Jahren ausgetauscht werden.

Duo-Control

Der Sicherheits-Gasdruckregler Duo-Control von Truma ermöglicht den Betrieb von zwei Gasflaschen in Freizeitfahrzeugen. Sie ist mit einem Crashsensor ausgestattet, der den Austritt von Gas im Fall eines Unfalls verhindert. Die Duo-Control ermöglicht das automatische Umschalten von der leeren auf die volle Gasflasche. Die manuelle Auswahl der Betriebsflasche ist per Drehknopf möglich. Der Status der Betriebsflasche (leer/voll) wird angezeigt. Die Duo-Control gibt es sowohl für 30-mbar- wie auch für 50-mbar-Anlagen.

Duomatic

Schon 1969 wurde der Gasregler Duomatic von Truma eingeführt: er ermöglicht eine vollautomatische Umschaltung von der Betriebsflasche auf die Reserveflasche – verbunden mit einer Druckanzeige zur Dichtprüfung der Gasanlage.vv

E
Einfüllstutzen

Über den Einfüllstutzen kann der Frischwassertank im Reisemobil befüllt werden. Die Stutzen werden in unterschiedlichen Längen und Farben angeboten. Auch die Deckel sind in den Farben wie, schwarz oder blau erhältlich. Die Klappen der Einfüllstutzen sind zumeist mit Magneten versehen.

Entlüftungssystem

Wer schlechte Gerüche aus der Wohnmobil-Toilette verhindern will, sollte ein Entlüftungssystem installieren. Der Klassiker auf dem Markt ist das System von SOG. Die Abgase aus der Kassettentoilette werden über die Serviceklappe nach außen geführt. Die Filterung der Gerüche nach außen geschieht über eine Kohlefiltermatte, die mit einem Filtergehäuse an dem Äußeren der Serviceklappe angebracht wird. Die Kassettenentleerung wird durch das System nicht beeinträchtigt: Der Abluftschlauch wird abgezogen und das nun offene Verbindungsstück wird mit dem passenden, mitgelieferten Verschluss geschlossen.

Entsorgungsstation

Eigentlich müsste es Ver- und Entsorgungsstation heißen, denn neben der Entsorgung von Fäkalien oder Grauwasser ist an den allermeisten Stationen auch die Versorgung von Caravans und Reisemobilen möglich. Die starke Verbreitung von Entsorgungsstationen in ganz Europa hat auch zu einem starken Anwachsen des Reisemobiltourismus‘ in den vergangenen Jahrzehnten geführt. Neben Camping- und Stellplätzen halten auch viele Caravaninghändler Entsorgungsstationen vor.

Erwin Hymer Group (EHG)

Die Erwin Hymer Group vereint Europas führende Caravan- und Reisemobilhersteller unter einem Dach. Zehn unabhängige Hersteller-Marken bieten für jeden Bedarf und Anspruch das passende Freizeitfahrzeug: vom günstigen Einsteigermodell bis zur komfortablen Luxusklasse. Zur Erwin Hymer Group gehören die Marken Bürstner, Carado, Dethleffs, Eriba, Goldschmitt, Hymer, Laika, LMC, McRent, Movera, Niesmann + Bischoff, Rent Easy, Roadtrek, Sunlight und 3 Dog Camping. Die Erwin Hymer Group setzte 2015/2016 rund 26.000 Reisemobile und etwa 10.000 Caravans ab und erzielte einen Umsatz von 1,48 Milliarden Euro. Die Gruppe beschäftigt rund 4700 Mitarbeiter. Begründer der Firmengruppe war Erwin Hymer (1930 – 2013). Er war Unternehmer und der Erfinder des Hymermobils. Sein Name steht für eine ganze Gattung von Freizeitfahrzeugen.

Erwin Hymer Museum

Das Erwin Hymer Museum in Bad Waldsee in Oberschwaben lädt zu einer einzigartigen Entdeckungstour durch Geschichte, Gegenwart und Zukunft des mobilen Reisens ein. In der über 6.000 Quadratmeter großen Dauerausstellung werden mehr als 80 historische Wohnwagen und Reisemobile präsentiert. Die Besucher reisen auf den Traumrouten der Welt. Sie lernen den kulturhistorischen Hintergrund des mobilen Reisens kennen, tauchen ein in die Geschichte der Pioniere, und erfahren Spannendes aus Technik, Entwicklung, Produktion und Design. Die von Erwin Hymer gesammelten Exponate bilden die Grundlage des heutigen Sammlungsbestandes der Erwin Hymer Stiftung, der Trägerin des Museums. Er stiftete für die Allgemeinheit nicht nur eine Ausstellung mit historischen Exponaten, sondern er schuf ein interaktives Museum, um die Menschen für die Geschichte des mobilen Reisens zu begeistern und ihre Sehnsucht zu wecken.

Euro-Chassis

Mehr als 70 Prozent aller Reisemobile in Deutschland sind auf dem Euro-Chassis aufgebaut. Darunter versteht man die bis auf die Motoren weitgehend baugleichen Basisfahrzeuge von Fiat (Ducato), Peugeot (Boxer), Citroen (Jumper). Die Transporter werden in einer Kooperation von Fiat und PSA Peugeot Citroen gebaut. Die amerikanische Version des Euro-Chassis ist der Ram Promaster.

F
Fachhändler

Wer einen Wohnwagen oder ein Reisemobil kaufen will, sollte dies unbedingt bei einem Fachhändler tun. Hier stimmen die Angebote und der Service. Auf der Karte des Caravaning Handels-Verbandes (DCHV) sieht man schnell, wo sich der nächste Betrieb befindet.  In den DCHV-Betrieben arbeiten viele Mitarbeiter, die als „Fachkraft für Caravan-Technik“ besonders qualifiziert sind.

Fahrerhausverdunkelung

Die auf dem Markt angebotenen Systeme erfüllen mehrere Zwecke: Sie verdunkeln das Fahrerhaus – vor allem von Teilintegrierten, Alkoven und Kastenwagen – und sorgen zudem für eine gute Isolierung im Winter wie im Sommer. Die Verdunkelungen gibt es für die gängigen Basisfahrzeuge von Remis und von Dometic.

Fahrradträger

Bei Wohnwagen gibt es Modelle zur Deichselmontage oder zur Montage an der Caravanwand. Bei Reisemobilen werden die Fahrradträger an der Heckwand installiert – bei Kastenwagen als Sonderbauform auch an der Hecktür. Im Handel gibt es Träger für bis zu vier Rädern. Einige Modelle sind teleskopierbar; es gibt auch Träger mit Liftfunktion, die elektrisch auf und abgefahren werden können.

Fäkaltank

Sie kommen vor allem bei Reisemobilen der Luxusklasse zum Einsatz. Bei den allermeisten Reisemobilen und zum Teil auch bei Caravans kommen transportable Toilettenkassetten zum Einsatz, die leicht an fast allen Entsorgungsstationen geleert werden können. Der Vorteil von festen Fäkaltanks liegt in der großen Kapazität; der Nachteil liegt darin, dass nicht jede Entsorgungsstation auf Fäkaltanks ausgelegt ist.

Finanzierung

Nie war es so einfach, sich den Wunsch nach einem neuen oder gebrauchten Reisemobil oder Caravan zu erfüllen: Sowohl die Hausbanken wie auch Spezialanbieter locken mit attraktiven Konditionen. Die meisten Händler arbeiten mit Kreditinstituten zusammen und bieten den Kunden neben dem Fahrzeug auch gleich die passende Finanzierung an.

Flüssig-Säure-Batterie

Die Flüssig-Säure-Technologie ist weit verbreitet – sowohl bei den Starterbatterien wie auch bei den Akkus für die Bordversorgung.  Ein Bleiakku ist eine Batterie, bei dem die Elektroden im geladenen Zustand aus Blei und Bleidioxid bestehen und deren Elektrolyt Schwefelsäure ist. Bleiakkumulatoren gelten für eine Lebensdauer von einigen Jahren als zuverlässig und preisgünstig. Im Vergleich mit anderen Akkumulatortechnologien haben sie im Verhältnis zum Volumen eine große Masse sowie mit 0,11 MJ/kg eine geringe Energiedichte. Die bekannteste Anwendung ist die Starterbatterie für Kraftfahrzeuge. (> siehe auch AGM-Batterie)

Füllstandanzeige

Die gebräuchlichste Füllstandanzeige im Reisemobil ist die im Frischwasser- und Abwassertank. Sie wir meistens im Bedienpanel dargestellt. Füllstandsanzeigen gibt es aber auch für Batterien: Mit einem Messwiderstand (Shunt) werden Verbräuche und Ladungen ermittelt und das Ergebnis angezeigt. Auch bei Gasflaschen und Gastanks lässt sich der Füllstand darstellen.

G
Gasanschluss

In Europas Länder gelten – leider – unterschiedliche Normen für die Gasanlagen. Die in Deutschland und Österreich gebräuchlichen grauen Gasflaschen können nicht überall getauscht oder befüllt werden. Da gilt es vor allem bei einer langen Reise mit dem Freizeitfahrzeug genau zu planen. Auch die Anschlüsse sind nicht identisch; im Zubehörhandel erhältliche Adapter ermöglichen aber auch den Anschluss ausländischer Gasflaschen an deutsche Gasanlagen.

Gasbetrieb während der Fahrt

Heizungen und Kühlschränke an Bord eines Reisemobils dürfen während der Fahrt auch mit Gas betrieben werden. Bei Fahrzeugen, die ab 2007 zugelassen wurden, muss eine spezielle Sicherheitseinrichtung vorhanden sein, die den Gasaustritt bei einem Unfall verhindert. Spezielle Gasdruckregler unterbrechen im Zusammenspiel mit Hochdruckschläuchen die Gaszufuhr, wenn die Aufprallgeschwindigkeit von 15 km/h überschritten wird. Die Sicherheitseinrichtung kann auch bei älteren Fahrzeugen nachgerüstet werden.

Gasflaschenkasten

Die Gasflaschenkästen finden sowohl in Caravans wie auch in Reisemobilen Verwendung. Sie müssen dicht zum Wohnraum hin sein; am Boden muss eine Zwangsentlüftung gegeben sein. Gasflaschen müssen im Kasten festen Halt finden. Maximal zwei Gasflaschen dürfen im Freizeitfahrzeug mitgeführt werden. Dies gilt auch für Gastankflaschen.

Gasheizung

In fast allen Reisemobilen und Caravans werden die Heizungen mit Gas betrieben; Dieselheizungen sind eher selten. Es gibt Warmluftheizungen wie auch Warmwasserheizungen

Gaskocher

Ob zwei, oder drei- oder vierflammig – für Freizeitfahrzeuge gibt es viele unterschiedliche Varianten an Gaskochern. Komfortmodelle sind mit elektronischen Zündungen ausgestattet. Die Kocher werden – wie alle Gasverbraucher in aktuellen Freizeitfahrzeugen – mit einem Druck von 30 Millibar (mbar) betrieben.

Gasprüfung

Die Gasanlagen in Freizeitfahrzeuge müssen alle zwei Jahre überprüft werden. Berechtigt zu Prüfung sind die anerkannten Sachkundigen, die der Deutsche Verband Flüssiggas (DVFG) in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) ausbildet. Die Dichtheit der Anlage wird mit Druckluft getestet. Beim drei- bis fünffachen Wert des üblichen Betriebsdrucks muss der Druck zehn Minuten lang gehalten werden. Es erfolgt auch eine Sichtprüfung der Gasanlage sowie eine Brennprobe, die Überprüfung der Zündsicherungen und die Statuskontrolle der Abgasführungen. Die Gasprüfungen können bei den Caravaning-Fachhändlern und oft auch bei Prüforganisationen wie TÜV oder Dekra vorgenommen werden.

Gastankflasche

Die Gastankflasche ist ein Gasbehälter, der an rund 30.000 LPG-Tankstellen in Europa aufgefüllt werden kann. In immer mehr Freizeitfahrzeugen kommen sie zum Einsatz. Vorteil: Die Gasversorgung ist so auch in vielen Ländern gewährleistet, wo der Tausch oder das Auffüllen einer in Deutschland oder Österreich gebräuchlichen grauen Tauschflasche nur schwer möglich ist. Eine Gastankflasche ist so leistungsfähig wie eine normale Tauschflasche. Eine Gastankflasche in Kombination mit der entsprechenden Füllvorrichtung ermöglicht das Tanken wie bei einem Autogas-Fahrzeug: Es ist beim Einsatz der Direktbetankung nicht notwendig, die leere Gasflasche aus dem Flaschenkasten zu heben. Eine Gastankflasche, kann nach Bedarf aufgefüllt werden. Das Füllstop-Ventil sorgt für eine automatische Abschaltung, egal wie voll die Tankflasche vor dem Tanken ist. Finden sich in Gasflaschen hin und wieder artfremde Flüssigkeiten wie Wasser oder Öl, gibt es an den LPG-Tankstellen stets sauberes Autogas, das für den Betrieb von Motoren in Fahrzeugen ausgelegt ist. Verunreinigungen sind unwahrscheinlich. Die Dimensionen der Gastankflaschen entsprechen denen herkömmlicher Tauschflaschen.

Gel-Batterie

Eine Gel-Batterie kommt häufig bei der Bordversorgung vor allem in Reisemobilen zum Einsatz. Die Bel-Batterie ist eine besondere Bauform der Blei-Batterie, bei der durch Zusatz von Kieselsäure (daher auch oft: Silicium-Gel-Akkumulator) der Elektrolyt (flüssige Schwefelsäure) gebunden wird. Weil diese Art Akkumulator vollständig verschlossen ist, ist es daher auch nicht möglich, Wasser nachzufüllen. Diese Bauart wird auch als SLA-Akkumulator (Sealed Lead Aacid) bezeichnet. Der Innenwiderstand von Gel-Bleiakkumulatoren ist höher als bei vergleichbaren nicht verschlossenen Bleiakkumulatoren. Sie sind daher weniger geeignet, hohe Ströme zu liefern, wie sie bei der Anwendung als Starterbatterie erforderlich sind. Gel-Batterien sind hingegen ideal für den Wohnbereich in Caravan oder Reisemobil geeignet.

Goldschmitt

Das Unternehmen aus dem Odenwald, das zur Erwin Hymer Group gehört, ist Spezialist für Fahrwerkstechnik. Zum Angebot von Goldschmitt zählen Federungssysteme, Hubstützen, Leichtmetallräder und Distanzscheiben. In den Goldschmitt Technik-Centern und bei mehr als 40 Premiumpartnern und vielen Fachhändlern können die Komponenten eingebaut werden.

Grauwasser

Als Grauwasser bezeichnet man das Abwasser, das in der Küche sowie im Badbereich im Caravan oder Reisemobil anfällt. Grauwasser kann meist ganz einfach an einer Entsorgungsstation in einen Bodeneinlass abgelassen werden.

H
Heckgarage

Als Heckgarage wird der große Stauraum im hinteren Bereich eines Reisemobils bezeichnet. „Garage“ deshalb, weil hier vor allem Fahrräder und Roller untergebracht werden können. Die Türen sind deshalb der Bauhöhe der Zweiräder angepasst. Viele Reisemobile haben Öffnungen zur Heckgarage auf beiden Fahrzeugseiten. In großen Luxus-Reisemobilen kann in der Heckgarage sogar ein Auto untergebracht sein.

Heckträger

Lastenträger am Heck eines Reisemobils oder Caravans. Bei Wohnmobilen können Heckträger je nach Bauart direkt an der Rückwand oder als Tragesystem am Fahrzeugchassis installiert sein. Die Heckträger sollen Fahrräder oder Motorräder aufnehmen.

Heki

Der Begriff Heki steht für Hebe-Kippdach von Seitz und ist sozusagen der Urvater der Dachhauben, Dachluken und Dachfenster im Wohnmobil. Mittlerweile sind Seitz-Dachhauben ein Teil der riesigen Zubehör-Palette von Dometic-Waeco geworden - aber der Begriff Heki dient immer noch als Synonym für die Dachluken der diversen Hersteller. Hekis gibt es in unterschiedlichen Größen. Die können in Reisemobilen und Caravans auch nachgerüstet werden.

Hubbett

Ein Hubbett ist ein absenkbares Bett, das vor allem in teilintegrierten und vollintegrierten Reisemobilen zum Einsatz kommt. Hubbetten können im Bug bis auf Lenkradhöhe herabgesenkt werden und werden bei Nichtgebrauch praktisch unter der Wagendecke gesichert. Wegen des platzaufwendigen Hebemechanismus sind Hubbetten meistens etwas kleiner als herkömmliche Caravan- oder Mobilbetten.  Hubbetten sind trotz des Eigengewichts leicht zu bedienen – Gasdruckfedern sorgen für einfaches Absenken oder Anheben. Zumeist ist die Kopffreiheit in Reisemobilen mit Hubbetten größer als in Alkovenmobilen.

Hubtisch

Höhenverstellbarer Tisch, der in vielen Reisemobilen zum Einsatz kommt. Durch die Höhenverstellbarkeit können Hubtische auch als Gestelle für Zusatzbetten genutzt werden. Eine Sonderbauform sind die Einsäulen-Hubtische, bei der der zumeist drehbare Fuß fest am Aufbauboden befestigt wird.

Hund an Bord

Vierbeiner gehören beim Caravaning einfach dazu. Fast in jedem zweiten Reisemobil ist ein Hund an Bord. Als erster Hersteller bietet Dethleffs ein spezielles Paket für die tierischen Begleiter an. Das Dethleffs-4-Pfoten-Paket ist in allen Neufahrzeugen erhältlich. Es kann sowohl für Hunde wie auch für Katzen genutzt werden und enthält eine spezielle Zurröse für die Sitzgruppe. Mit dieser speziellen Halterung sind Hunde oder Katzen während der Fahrt gesichert Zudem gibt es Hundekissen, die genau an das Fahrzeug angepasst sind.

I
Integrierte

Bezeichnung für Reisemobile mit vollständig eigener Karosserie des Aufbauherstellers. Integrierte werden auf Fahrgestellen ohne Fahrerhaus aufgebaut, dem so genannten Windlauf. Vom Wohnmobilhersteller wird darauf eine komplett isolierte Frontmaske mit Windschutzscheibe, Scheinwerfern und Scheibengebläse sowie der integrierte Wohnaufbau installiert. So bieten die Integrierten mit dem Fahrerbereich einen vollwertigen Wohnraum „aus einem Guss“. Der Vorteil von Integrierten liegt im maximalen Wohnwert; freilich sind sie meistens auch teurer als Alkovenmobile oder Teilintegrierte.

Internet unterwegs

Der Internetempfang wird von Vielen auch auf Touren im Freizeitfahrzeug gewünscht. Viele Camping- und Wohnmobilstellplätze bieten WLAN-Empfang an. In Notebooks lässt sich die schnelle Verbindung ins Netz auch über eine spezielle UMTS- oder LTE-Karte herstellen. Auch über Satellitenanlagen ist der Zugang ins worldwide web möglich.

Isoliermatte

Die Isoliermatten schützen im Outdoor- oder Caravaningeinsatz vor Unebenheiten im Untergrund und auch vor Hitze, Feuchtigkeit und Kälte. Das Spektrum reicht von der einfachen Strandmatte bis zu selbstaufblasbaren Matten mit hohem Liegekomfort. Standard-Isoliermatten werden aus <PE hergestellt; es gibt auch mit Aluminium beschichtete Varianten. Selbstaufblasbare Matten sind zumeist aus Polyester gefertigt.

Isolierung

Wie beim „normalen“ Hausbau gilt auch bei Freizeitfahrzeugen, dass sie möglichst gut isoliert sein sollen. Die Hersteller legen großes Augenmerk darauf, dass nicht zum Fenster hinaus geheizt wird. In der Aufbautechnik werden deshalb hoch isolierende Schäume verwendet. Zur Fahrzeugisolierung tragen auch die doppelten Acrylscheiben der Wohnraumfenster bei. Die Frontscheiben eines Reisemobils können mit Verdunkelungsrollos oder speziellen außenliegenden Matten isoliert werden.

K
Kastenwagen

Die Vorzüge der Kastenwagen-Wohnmobile: Sie sind kompakt und können auch gut im Alltag genutzt werden. Kastenwagen sind bereits ab einer Länge von fünf Metern zu haben. Es gibt einfache Kastenwagen mit spartanischer Ausstattung aber auch Luxusmobile, die keine Wünsche offen lassen.  Anbieter offerieren fertig ausgestattete Modelle, es ist aber auch möglich, individuell gefertigte Fahrzeuge zu erwerben.

Klebetechnik

Diese Technik setzt sich im Reisemobil- und Caravanbau immer mehr durch. Wo früher Holzfachwerke im Aufbau verschraubt wurden, wird heute immer mehr geklebt. Der Sicherheit ist das nicht abträglich. Auch Komponenten wie Solarpanele werden auf das die Dächer von Reisemobilen geklebt.

Klimaanlage

Grundsätzlich sind in Reisemobilen zwei verschiedene Arten von Klimaanlagen gebräuchlich: solche, die auf dem Dach installiert werden und solche, die ihren Platz in einer Sitztruhe haben. Die Klimaanlagen versorgen den Wojhnaufbau über ein elektrisch angetriebenes Aggregat mit kühler Luft. Es gibt 12-Volt-Geräte auf Verdunsterbasis und 240-Volt-Kompressoranlagen.Letztere kühlen wie ein Haushaltskühlschrank und entfeuchten die Luft, benötigen aber sehr viel Energie. Der Betrieb ist in der Regel nur über einen Generator möglich. Verdunsteranlagen kühlen nur bei trockenem Klima. Mit zunehmender Schwüle geht ihre Leistung zurück. Wegen des großen Gewichts beeinträchtigen Dachklimaanlagen (Bild) das Fahrverhalten, weil sie den Schwerpunkt hochsetzen. Einbau-Klimaanlagen werden dagegen schwerpunktgünstig in Bodennähe in einer Sitztruhe oder vergleichbaren Räumen installiert. Neu auf dem Markt ist die tragbare Klimaanlage Adam Fresh aus Italien. Unter Nutzung kontrollierter Luftfeuchtigkeit kann die Temperatur mit Adam Fresh um 5 Grad  gesenkt werden. Da in das Gerät ein Akku integriert ist, funktioniert die Verdunstungsklimaanlage auch ohne direkten Anschluss an das Stromnetz.

Kompaktmobil

Die kleinste Gattung der Reisemobile bilden die Kompaktmobile. Dies kann ein ausgebauter Van sein oder ein Kastenwagen. Der Vorteil: Diese Fahrzeuge sind absolut alltagstauglich und nur selten größer als ein normaler Pkw. Bei der Ausstattung muss man aber Abstriche im Vergleich zu ausgewachsenen Reisemobilen machen. Stehhöhe ist fast nie gegeben, auch die Küchenausstattung und die Staumöglichkeiten sind eher spärlich. Auch abgeschlossene Toiletten sind in Kompaktmobilen nur selten zu finden.

Kontrollboard

Anderer Begriff für das Bedienpanel. Am Kontrollboard gibt es den Überblick über wesentliche Funktionen im Freizeitfahrzeug.

Kugelkupplung

Mit Kugelkupplungen werden Anhänger am Haken des Zugfahrzeugs befestigt. Einfache Kugelkupplungen sind im Wohnwagenbereich inzwischen eher selten – die meisten aktuellen Caravans sind mit Sicherheitskupplungen samt Schlingerdämpfer ausgestattet.

Kühlschrank

Kaum ein Freizeitfahrzeug, das nicht mit einem Kühlschrank ausgestattet ist. Weit verbreitet in Reisemobilen und Caravans sind Absorberkühlschränke, die sowohl mit Gas wie auch mit Strom betrieben werden können. Die größten Anbieter sind Dometic und Thetford.   Viele Modelle warten mit automatischer Energie-Selektion auf, bei der die günstigste Energiequelle bevorzugt wird. Seltener zum Einsatz kommen Kompressorkühlschränke, die nur mit Strom betreibbar sind. Dometic-Waeco hat sie im Programm. Viele Kühlschränke sind mit Gefrierfächern ausgestattet.

Kurbelstütze

Sie werden am Rahmen des Caravans oder des Reisemobils befestigt und dienen dazu, das Fahrzeug im Stand zu stabilisieren. Die Tragfähigkeit einzelner Stützen liegt zwischen 400 und 1250 Kilogramm.

L
Ladegerät

Mit dem Ladegerät wird die 12-Volt-Bordbatterie des Reisemobils oder des Caravans mit 240-Volt-Netzstrom aufgeladen.  Am besten leisten dies geregelte Ladegeräte mit der so genannten IUoO-Kennlinie. Sie garantieren stets eine optimale Ladung für alle Batterietypen (AGM, Gel, Flüssig-Säure). Durch die Langzeitaktivierung ist auch ein überwachungsfreies Laden bei längeren Standzeiten im Winter möglich.

Längsbetten

Besonders populär bei Wohnmobilfahrern sind Grundrisse mit Einzelbetten im Heck. Der Vorteil der Konstruktion: der Platz wird optimal ausgenutzt. Zudem kann jeder Reisende in das Bett einsteigen oder es verlassen, ohne den Partner zu stören. Zudem lassen sich mit Zusatzpolstern durchgängige Schlaflandschaften schaffen.

LED-Beleuchtung

Noch bis vor wenigen Jahren waren in Freizeitfahrzeugen vor allem Halogenlampen zu finden. Die spendeten zwar ein angenehmes Licht, hatten aber den Nachteil, dass sie wahre Stromfresser waren; zudem wurden die Lampen sehr heiß. Heute sind stromsparende LED-Leuchten das Maß der Dinge. Sie schonen die Batterie und die Leuchtleistung kann es längst mit Halogenlampen aufnehmen. Es gibt LEDs für alle Anwendungsbereiche und Formate im Freizeitfahrzeug.

Leichtbau

Das ist das große Thema in allen Konstruktionsabteilungen. Ziel ist es sowohl bei Caravans und bei Reisemobilen, die Fahrzeuge möglichst leicht zu bauen und eine möglichst große Zuladung zu bieten. Das ist nicht unbedingt einfach, weil die Basisfahrzeugen bei Reisemobilen aufgrund gesetzlicher Vorgaben immer schwerer werden.

Lifetime Plus

So heißt die neue Aufbaukonstruktion bei Dethleffs, die bei allen Reisemobilen ab der Advantage-Baureihe Advantage zum Einsatz kommt. Die Konstruktion verbindet einen verrottungssicheren und damit langlebigen Wandaufbau mit modernsten Erkenntnissen zum gesunden Innenraumklima: Wände, Dach und Boden sind kältebrückenfrei und komplett ohne Holzeinlagen ausgeführt. Stabile Polyurethan-Streben stellen eine hohe Verwindungssteifigkeit sicher. Starke GFK-Platten auf Dach und Unterboden schützen vor Beschädigungen von außen durch Hagel, Steinschlag und Salzwasser. Eine dicke Schicht aus hochverdichtetem, hydrophobischem, also wasserabweisendem XPS-Schaum sorgt für hervorragende Isolationswerte. Die Holzverkleidung der Wohnrauminnenseite wirkt feuchtigkeitsausgleichend und schalldämmend.

Luftfederung

Luftfedern sorgen in Reisemobilen für hohen Komfort und mehr Fahrsicherheit. Auf dem Markt sind Zusatzluftfedern, die neben vorhandenen Spiral-, Blatt- oder Drehstabfedern verwendet werden. Das Nonplusultra sind Vollluftfedern, die auch tragende Funktionen übernehmen. Häufig werden Luftfedern eingesetzt, um das Fahrzeug an Heck oder Bug anzuheben. Ein Kompressor dient bei vollautomatischen Systemen zur selbstständigen Ausnivellierung.

M
Markise

Sie sind der perfekte Sonnenschutz am Caravan oder Wohnmobil. Sie werden am Dach oder an der Seitenwand des Freizeitfahrzeugs befestigt. Es gibt sie in unterschiedlichen Längen.  Die Stoffe bestehen meistens aus wasserundurchlässigem Polyester und PVC.  Als Zubehör gibt es für Markisen Vorder- und Seitenwände und spezielle Beleuchtungen.

Maut

In vielen Ländern Europas fällt auch für Freizeitfahrzeuge Maut auf Fernstraßen an. Fast das gesamte französische Autobahnnetz ist mautpflichtig. Abgerechnet wird nach gefahrener Strecke. Auch italienische Autobahnen sind kostenpflichtig. Die Maut wird auf zwei verschiedene Arten erhoben: Beim so genannten geschlossenen System wird bei der Einfahrt ein Ticket gezogen, das beim Verlassen der Autobahn vorgezeigt werden muss, damit die Gebühr nach der gefahrenen Strecke berechnet werden kann. Seltener wird nach dem offenen System abgerechnet, bei dem an Mautstationen ein Pauschalbetrag entrichtet wird. Die wenigen norwegischen Autobahnen sind mautpflichtig, ebenso wie einige Reichs- und Gemeindestraßen, Tunnel und Stadtdurchfahrten. Wer in Österreich Autobahnen und Schnellstraßen benutzen möchte, muss eine Vignette kaufen. Reisemobile über 3,5 Tonnen benötigen die Go-Box. Anhänger, also auch Caravans, sind übrigens nicht vignettenpflichtig.  Einige Teilstrecken von polnischen Autobahnen sind gebührenpflichtig. Für das Befahren von Autobahnen und Straßen mit grün-weißen Schildern wird in der Schweiz für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen eine Vignette benötigt; für schwerere Mobile fällt die Schwerverkehrsabgabe an. In Spanien fallen Autobahngebühren an, Pkw, kleine Gespanne und Wohnmobile fallen in die günstigste Klasse. In Tschechien benötigen alle Fahrzeuge eine Vignette.

Motorradträger

Lastenträger, die auf das relativ hohe Gewicht von Motorrädern ausgelegt sind. Zumeist werden Motorradträger am Rahmen der Reisemobile befestigt. Es gibt feststehende und ausziehbare Modelle.

Mover

Name für das Wohnwagen-Rangiersystem von Truma. Damit können Caravans bis zu einem Gewicht von 3,1 Tonnen leicht bewegt werden.

Movera

Das Unternehmen, das zur Erwin Hymer Group gehört, bietet in seinem mehr als 600 Seiten starken Zubehörkatalog über 10.000 Artikel für alle Caravaningbereiche an – von der Abdeckplane bis zum Zusatzspiegel. Zahlreiche Fachhändler bieten das Movera-Sortiment in ihren Shops an. Sitz des Zubehör-Großhändlers ist Bad Waldsee in Oberschwaben.

N
Navigationssystem (Camper)

Für Reisemobilisten und Gespannfahrer gibt es spezielle Navigationssysteme. Der Unterschied zu den herkömmlichen Geräten besteht darin, dass hier die Fahrzeugdimensionen eingegeben werden können: Länge, Höhe, Breite und Gewicht.  Bei der Routenberechnung werden diese Parameter berücksichtigt und Strecken vorgegeben, die für die Freizeitfahrzeuge geeignet sind. Einige Geräte haben auch noch umfangreiche Datenbanken mit vielen Campingplätzen oder Wohnmobilstellplätzen an Bord.

Niederdruckregler

Armatur zum direkten Anschluss von Gasflaschen in Reisemobilen und Caravans.

P
Parzelle

Bezeichnung für einen definierten Bereich zur Nutzung mit Zelt, Wohnwagen oder Reisemobil auf einem Campingplatz.

Piezozündung

Die Piezozündung wird zum Zünden einer Zündflamme von Gasgeräten, aber auch zur Zündung der Hauptflamme von Lötgeräten, Katalytöfen und Feuerzeugen, eingesetzt. In Reisemobilen und Caravans gibt es Gasherde und Heizungen. die mit einer Piezozündung ausgestattet sind. Im Piezozünder sitzt eine Feder, die in der Ausgangsposition gespannt ist. Durch das Betätigen des Druckknopfes (Taster) wird die Feder blitzartig entspannt und der Hammer (Stößel) schlägt auf ein Piezokristall.  Der dadurch entstehende mechanische Druck erzeugt eine hohe elektrische Entladungsspannung (ca. 15 bis 20 kV). Diese wird durch ein Kabel an die Zündelektrode übertragen und dort entsteht ein Zündfunke. Aufgrund der hohe Temperatur dieses Zündfunkens können alle technischen Gase entzündet werden. Das einfache Funktionsprinzip des Piezozünders gewährleistet eine hohe Betriebssicherheit und lange Lebensdauer. Moderne Gasherde und -heizungen sind mit elektronischen Zündungen ausgestattet.

Promobil

Die Zeitschrift promobil ist Europas größtes Reisemobilmagazin. Die Zeitschrift erscheint im Verlag Motor Presse Stuttgart in einer verkauften Auflage von rund 70.000 Exemplaren (Verlagsangabe/IVW 1. Quartal 2014). Zielgruppe sind vor allem Fahrer und Liebhaber von Wohnmobilen. Nach Verlagsangaben sind die Leser vorwiegend männlich und durchschnittlich 56 Jahre alt. Das Magazin erscheint monatlich. promobil wurde 1983 von den Brüdern Claus-Detlef Bues und Andreas Bues in Königswinter gegründet. Zu diesem Zeitpunkt war die Zeitschrift die erste ihrer Art, die sich ausschließlich auf das Thema Wohnmobile spezialisierte, und wurde zum Marktführer. Seit 1988 gehört die Zeitschrift zur Motor Presse Stuttgart, seit 1990 ist auch der Sitz der Redaktion in Stuttgart.

Pushlock

Pushlock- Druckknöpfe kommen im Möbelbau in den meisten Caravans und Reisemobilen zum Einsatz. Der Vorteil: Auf Knopfdruck wird das Schloss geöffnet oder scher verschlossen. Pushlocks gibt es in unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Es gibt den Mini-Pushlock-Druckknopf und den Standard- Pushlock-Druckknopf. Den Pushlock- Druckknopf gibt es für die unterschiedlichen Türstärken 13 mm, 16 mm und in seltenen Ausnahmen auch in der 19 mm Ausführung. Dabei sind die Druckknöpfe immer gleich groß. Der Unterschied liegt in der Rosette, die auch immer die gleiche Gesamthöhe aufweist.

Q
Queensbett

Bett, das meistens im Heckbereich von Reisemobilen zum Einsatz kommt. Das Queensbett, manchmal auch King-Size-Bett genannt, steht mit Ausnahme der Stirnseite frei im Raum und ist von frei Seiten zugänglich. Vorteil: Reisende können das Bett nutzen, ohne dass der Partner beim Aus- oder Einsteigen tangiert wird. Queensbetten werden bis zu 1,60 Meter Breite angeboten. Sie entsprechen am ehesten den Bettlösungen im Schlafzimmer zuhause.

Querbett

Es bietet sich, Betten in Mobilen und Caravans quer zur Fahrtrichtung einzubauen. Dies wirkt sich meistens auf die Außenlänge des Fahrzeugs aus. Der Nachteil bei quer eingebauten Doppelbetten: Will man ein- und aussteigen, gibt es fast unweigerlich Kontakt mit dem Partner.

R
Rahmenfenster

In den 90-er Jahren präsentierte Seitz (heute Dometic-Seitz Komplettfenster für Freizeitfahrzeuge mit fertig vormontierter Doppel-Acrylglasscheibe und integrierten Verdunkelungs- und Insektenschutzrollos, die so genannten Rahmenfenster. Sie sind als Ausstell- und Schiebefenster verfügbar. Es gibt sie in zahlreichen Größen.

Rangiersystem

Elektrische Antriebe, mit denen sich Wohnwagen leicht bewegen lassen. Es gibt Rangiersysteme in unterschiedlichen Leistungsklassen. Bekannte Anbieter sind Truma, Reich und AL-KO.

Reisemobil International

Das Reisemobilmagazin wurde 1986 von Tim Cole, Gerhard Dolde und Hans-Jörg Schwab (CDS-Verlag) gegründet und entwickelte sich zu einer führenden Zeitschrift in der Wohnmobilszene. Sie berichtet über alle Bereiche, die Reisemobilisten interessieren. Herzstück ist der „Profitest“, in dem sechs Spezialisten ein Reisemobil unter die Lupe nehmen. Die Druckauflage betrug im 3. Quartal 2015 109.333 Exemplare. Das Magazin erscheint monatlich im DoldeMedien Verlag, Stuttgart.

Rollosystem

In vielen Wohnmobil- oder Caravanfenstern sind Verdunkelungs- und Insektenschutzrollos bereits integriert. Es gibt aber auch Systeme zum Nachrüsten für Fenster und für Dachluken.

Rückfahrkamera

Wein die Sicht nach hinten bei Reisemobilen sehr eingeschränkt ist, empfiehlt sich der Einbau von Rückfahrvideosystemen. Die Kameras können mit Naviceivern, mit einigen speziellen Navigationsgeräten oder mit gesonderten Monitoren verbunden werden. Die Übertragung des Videosignals kann per Kabel oder per Funk erfolgen.

S
Sanitär-Tabs

Sie bilden eine Alternative zu den Sanitärflüssigkeiten. Die Tabs, die von verschiedenen Anbietern gibt, sind ein kräftiges Sanitärkonzentrat für den Abwassertank. Ätherische Öle sorgen für einen angenehmen Duft. Sie sind weitgehend biologisch abbaubar, pflegen Schieber und Dichtung und fördern den Abbau von Fäkalien und die Zersetzung von WC-Papier.

Sanitärflüssigkeit

Ein anrüchiges Thema? Nein. Sanitärflüssigkeit kommt im Toilettenbereich zum Einsatz: Sie verhindert schlechte Gerüche und sorgt in den Kassetten für die Zersetzung von Hinterlassenschaften und Toilettenpapier. Die meistens blau oder grün eingefärbten Flüssigkeiten sind weitgehend biologisch abbaubar.

Sat-Receiver

Zu einer Satellitenanlage gehört auch ein Sat-Receiver – ein Empfänger, der das Signal in Bild und Ton umwandelt.  Es gibt externe Receiver und solche, die in die Fernseher bereits integriert sind. Gängige TV-Größen in Reisemobilen sind Monitore mit einer Bildschirmdiagonale zwischen 47 und 60 Zentimetern.

Satellitenanlage

Tageschau und Sportschau oder Klassik-Radio auch im entlegensten Winkel Europas? Eine Satellitenanlage macht es möglich. Das Angebot im Zubehörhandel reicht von einfachen Anlagen, die man manuell ausrichten muss bis hin zu großen „Schüsseln“ in einer geschlossenen Kuppel, die sich vollautomatisch selbst ausrichten. Meistens werden die Antennen auf die Satelliten Astra oder Hotbird ausgerichtet, die in weiten Teilen Europas zu empfangen sind.

Schlingerdämpfer

Der Schlingerdämpfer (Drehdämpfer) ist eine besondere Bauform des Stoßdämpfers. Schlingerdämpfer werden zwischen Zugwagen und Wohnwagen eingesetzt, um die Pendelbewegungen des Caravans zu verringern.

Schraubenfeder

Sie kommen in Reisemobil als Austausch- oder Zusatzfedern sowohl an der Vorder- wie auch an der Hinterachse zum Einsatz. Damit sind Auflastungen möglich. Sie sorgen auch für ein verbessertes Fahrverhalten.

Serviceklappe

Die Außen- oder Serviceklappen ermöglichen den Zugang zu Stauräumen und zu Wartungseinrichtungen. Auch Kassettentoiletten sind hinter der Serviceklappe zugänglich. Häufig sind Aufbautüren und Serviceklappen mit identischen Schlössern ausgestattet.

Sicherheitskupplung

Moderne Sicherheitskupplungen für Wohnwagen sind mit einer Schlingerdämpfung und einer Stabilisierungseinrichtung ausgestattet. Damit werden aufkommende Schlinger- und Nickbewegungen des Caravans wirksam unterstützt. Die Sicherheitskupplungen sorgen somit für eine entspannte und sichere Fahrt. Sie lassen sich auch an ältere Wohnwagen nachrüsten.

Solaranlage

Die flachen Kraftwerke auf dem Dach des Reisemobil wandeln Sonnenlicht in Strom um und ermöglichen so autarkes Campingleben auch ohne Stromanschluss. Komplette Solaranlagen bestehen aus dem Solarmodul, der Befestigung, Kabeln und Dachdurchführung, dem Solarregler und einer passenden Batterie. Vor dem Kauf einer Solaranlage sollten Interessenten abklären, ob das ausgewählte Solarmodul für den Reisemobil-Einsatz und die Ladung einer Aufbaubatterie geeignet ist, ob die Ausgangsspannung den Anforderungen für die Ladung einer Bordbatterie entspricht, ob das Solarmodul für die Schwingbeanspruchung auf dem Fahrzeugdach ausgelegt ist und ob der Solarregler für die optimale Ladung der verbauten Bordbatterien geeignet ist.

Spannungswandler

Ein anderer Begriff für Wechselrichter. Spannungswandler haben die Aufgabe, den 12-Volt-Gleichtrom aus der Bordbatterie in möglichst sinusförmigen 240-Volt-Wechselstrom umzuwandeln. Spannungswandler gibt es in unterschiedlichsten Leistungsklassen – vom einfachen Gerät, das an den Zigarettenanzünder angeschlossen wird bis zum Hochleistungswechselrichter, mit dem sich sogar ein Kaffeevollautomat aus der Aufbaubatterie betreiben lässt.

Springrollo

Sie dienen zur Verdunkelung oder zum Schutz vor Insekten in Freizeitfahrzeugen. Gab es früher einfache Springrollos für Wohnwagen und Reisemobile, so kommen heute vor allem komplette Systeme mit Schutzrahmen zum Einsatz.

Spurverbreiterung

Sie sorgt bei Reisemobilen für eine Verbesserung der Fahreigenschaften und der Sicherheit. Dafür kommen Distanzscheiben aus Aluminium oder Stahl zum Einsatz, die zwischen Radnabe und Felge installiert werden. Spezialisten wie Goldschmitt bieten Distanzscheiben in unterschiedlichen Stärken für zahlreiche Modelle an.

Stabilisator

Ein Stabilisator reduziert im Wohnmobil die Kurvenneigung und sorgt für mehr Fahrsicherheit und deutlich weniger Seitenwindanfälligkeit. Die Hebelarme des Stabilisators werden mit der Radaufhängung der Vorder- oder Hinterachse verbunden.

Standheizung

Fast jedes Freizeitfahrzeug hat eine Standheizung an Bord. Üblicherweise sorgen Gasheizungen für wohlige Wärme im Fahrzeug. Dieselheizungen sind recht rar auf dem Markt vertreten. Einige Gasheizungen sind zusätzlich mit einem elektrischen Heizaggregat ausgestattet, das über das 240-Volt-Netz gespeist wird.

Stauraum

Den gibt es meist reichlich in Reisemobilen und Caravans. Staumöglichkeiten gibt es in den von außen zugänglichen Stauräumen, aber auch im Fahrzeuginnern in Schränken, Konsolen und Kästen. Große Stauräume in Reisemobilen sind für die Aufnahme von Rädern und Rollen ausgelegt („Heckgaragen“) – im Extremfall sogar für die Aufnahme von Autos. Die mögliche Zuladung sollte bei der Ausnutzung von Stauräumen aber immer beachtet werden.

Stehhöhe

Auch groß gewachsene Menschen fühlen sich in modernen Freizeitfahrzeugen wohl. Die meisten Modelle bieten hinreichend Stehhöhe. Am besten ist es, vor dem Kauf eines Reisemobils oder Caravans die Stehhöhe im favorisierten Fahrzeug beim Händler oder auf einer Messe zu testen.

Stellplatz

Auf Stellplätzen darf man im Reisemobil – auf einigen auch im Caravan – offiziell übernachten. Das Stellplatznetz ist in Europa in den vergangenen Jahren stark angewachsen – in Deutschland, Frankreich und Italien gibt es jeweils mehr als 3000 Stellplätze.  Die Ausstattungen sind ganz unterschiedlich. Es gibt ganz einfache Stellplätze ohne jegliche Infrastruktur. Viele Stellplätze weisen Ver- und Entsorgungsstationen auf, und manche bieten auch Duschen und andere Komforteinrichten. Auch bei den Gebühren gibt es große Unterschiede. Es gibt Stellplätze, die kostenfrei sind, aber auch solche, auf denen mehr als 20 Euro pro Nacht fällig werden.

Stellplatzführer

Sie geben einen Überblick, wo sich die Reisemobilstellplätze befinden. Die populärsten Print-Stellplatzführer sind das Bordbuch von Reisemobil International und der Stellplatz-Atlas der Zeitschrift promobil. Stellplatzführer gibt es auch als Apps für Tablets und Handys oder als Datenbanken für Navigationssysteme.  Die einzelnen Plätze lassen sich so direkt ansteuern.

Stützbock

Er dient zum Fixieren eines Wohnwagens oder Wohnmobils. Die Stützböcke sind in der Höhe verstellbar. Im Handel werden sie häufig als Vierer-Sets angeboten.

Stützlast

Das ist das Gewicht, mit dem die Deichsel auf dem Kugelkopf des Wohnwagen-Zugwagens lastet. Sie wird deshalb dem Zugfahrzeug zugeschlagen, für das der Hersteller einen maximalen Stützlastwert angibt. Die meisten Caravandeichseln sind für 100 Kilogramm ausgelegt. Nur bei einigen Vans und SUVs beträgt die zulässige Stützlast mehr als 100 Kilogramm, weshalb in der Regel der Zugwagen der limitierende, sprich maßgebliche Faktor ist. Im Es gilt, dass der niedrigere der beiden Werte die maximal zulässige Stützlast bestimmt. Die Stützlast muss per Gesetz mindestens vier Prozent des tatsächlichen Anhängergewichts betragen, mehr als 25 Kilogramm sind aber nicht vorgeschrieben. Die Gesamtlasten müssen bei unbeladenen Wohnwagen so verteilt sein, dass eine Stützlast im zulässigen Bereich erreicht wird. Maßgeblich dafür ist das Schwerpunkt-Vormaß (der Abstand zwischen dem Schwerpunkt des Anhängers und dem Radaufstandspunkt). Um auch bei leeren Caravans genügend Stützlast zu erreichen, wird die Achse in der Regel hinter dem Schwerpunkt angebracht. Es gilt: Je höher die Stützlast, desto größer ist die Fahrsicherheit.

Stützrad

Das Stützrad bietet neben den beiden Rädern der Achse den dritten Punkt, auf dem der Wohnwagen im Stand sicher steht. Es gibt Stützräder in Vollgummiausführung und mit Luftbereifung.

T
Tankreinigung

Die Wasseranlage im Freizeitfahrzeug sollte regelmäßig gewartet werden. Dazu gehört auch die regelmäßige Tankreinigung. Die im Zubehörhandel angebotenen Mittel schützen vor Wiederverkeimung und sorgen für Desinfektion von Tank und Leitungen. Algen und Bakterienbeläge werden gelöst und entfernt.  Übelriechende Beläge werden mit Aktivsauerstoff und Fettlöser beseitigt.

Teilintegrierte

Trefflich hat ein Reisemobilmagazin diese Bauform als „rollende Villa mit Flachdach“ beschrieben: Hinter dem serienmäßigen Fahrerhaus befindet sich der Wohnaufbau. Den Übergang bietet ein kleiner Alkoven, der windschnittig und damit spritsparend ausgeführt ist. Durch Drehen der Fahrersitze in den Wohnraum können diese dann mit einem dahinter angeordneten Tisch mit Sitzbank (Halbdinette) zu einer Sitzgruppe kombiniert werden. Ein teilintegriertes Wohnmobil bietet bei vergleichsweise geringeren Anschaffungskosten einen annähernd gleichen Wohnwert wie ein vollintegriertes Wohnmobil.

Thetford

Die Thetford Engineering Company wurde 1963 in Thetford (Michigan/USA) gegründet. Seit 1973 befindet sich die europäische Zentrale in Etten-Leur in den Niederlanden. Das Unternehmen stellt portable und Kassettentoiletten sowie Kühlschränke für Reisemobile und Caravans her. Bekannt wurde Thetford durch die Reisetoilette „Porta Potti“.

Tiefrahmen

Reisemobilhersteller können wählen, ob sie die Wohnaufbauten auf die serienmäßigen Rahmenkonstruktionen der Basisfahrzeuge stellen, oder ob sie einen so genannten Tiefrahmen vorziehen. Die Vorteile des Tiefrahmens: Durch den niedrigen Schwerpunkt des Reisemobils verbessern sich die Fahreigenschaften. Die Fahrzeuge sind insgesamt niedriger, was für einen günstigen Treibstoffverbrauch sorgt. Auf Tief- oder Flachrahmen lassen sich Doppelbodenkonstruktionen realisieren.

Toiletten-Entlüftung

Das weit verbreitete System von SOG verhindert schlechte Gerüche aus der Toilettenkassette ohne Chemie: Über einen 12-Volt-Lüfter und einen Filter wird die Abluft ins Freie geführt.

Toilettenkassette

Bei fast allen Reisemobilen und Toilettenkassetten Standard. Nur in großen Mobilen der Luxusklasse findet man mitunter fest eingebaute Fäkaltanks mit größerer Kapazität. Die Vorzüge der Kassetten: Sie lassen sich einfach transportieren und somit auch leicht entleeren. Mit der integrierten Füllstandsanzeige wird deutlich, wann der mobile Fäkalientank geleert werden muss. Sen größten Marktanteil haben die Toilettenkassetten von Thetford; auch Dometic bietet Modelle an.

Trittstufe

Bauartbedingt kommen bei Reisemobilen Trittstufen unterschiedlicher Ausführung zum Einsatz – solche mit elektrischem Antrieb und solche, die manuell betätigt werden können. Es gibt Modelle mit einer oder mit zwei Stufen. Einige Hersteller umgehen den Einsatz von Trittstufen damit, in dem sie die Eingangstür tief einbauen und der Zugang auf die Wohnebene erst im Innern erfolgt.

Truma

Die Truma Gerätetechnik GmbH & Co. KG ist ein europaweit agierender Hersteller von Komfortprodukten für Wohnwagen und Reisemobile. Das Unternehmen bietet unter anderem Heiz- und Klimasysteme, Warmwasserboiler, Rangiersysteme sowie Systeme zur Strom- und Gasversorgung an. Der Sitz des 1949 gegründeten Familienunternehmens ist in Putzbrunn bei München. Truma ist seit 1961 Marktführer für Flüssiggas-Warmluftheizungen bei Freizeitfahrzeugen.  Gegründet wurde Truma 1949 von Philip Kreis, Die in der Nachkriegszeit unzuverlässige Stromversorgung mit ständigen Stromsperren stellte für die Abendschule von Philip Kreis ein großes Problem dar. Er nutzte die im Schulgebäude funktionierenden Gasleitungen und entwickelte Gasleuchten, die die Sprachenschule auch bei Stromsperren hell erleuchteten. Schnell wurde aus der Schule eine Firma zu Herstellung von Gasleuchten. Philip Kreis nannte sein Unternehmen Truma in Anlehnung an den damaligen US-Präsidenten Harry S. Truman, den er für seine Bemühungen um den Wiederaufbau Deutschlands verehrte.

U
Unterlegkeile

Anderer Begriff für Auffahrkeile. Sie dienen der Fixierung von Campingfahrzeugen und dienen zum Ausgleich von Unebenheiten im Gelände.

V
Van

So werden seit einigen Jahren kompakte Teilintegrierte bezeichnet. Die bieten den kompletten Wohnkomfort, sind aber in der Regel etwas schmaler ausgeführt als ihre etwas größeren Brüder. Als Urvater aller Vans gilt der Dethleffs Globebus aus den 80-er Jahren.

Vollintegrierte

Anderer Begriff für Integrierte. Sie sind die Königsklasse unter den Reisemobilen. Vollintegrierte werden auf Fahrgestellen ohne Fahrerhaus aufgebaut, dem so genannten Windlauf. Nur die Spritwand mi dem Armaturenbrett und den Radhäusern bildet eine Einheit zur Aufnahme aller zum Fahren notwendigen Aggregate wie Motor, Getriebe, Lenkung und Fahrersitz. Vom Wohnmobilhersteller muss eine komplett isolierte Frontmaske hergestellt werden. Dafür bieten Vollintegrierte einen durchgängigen Wohnraum „aus einem Guss“.

Vorschaltgerät

Ein Vorschaltgerät dient dazu, Netzstrom (240 Volt) in 12-Volt-Gleichspannung umzuformen. Damit können 12-Volt-Verbraucher im Freizeitfahrzeug auch im Stand betrieben werden.

Vorzelt

Die Vorzelte werden an der Türseite von Wohnwagen und Reisemobilen montiert. Sie dienen als Wetterschutz oder um den Wohnbereich zu erweitern. Es gibt unterschiedliche Ausführungen – vom leichten Sonnendach bis zu gut isolierten Vorzelten, die auch im Winter genutzt werden können.

W
Warmluftheizung

In den meisten Einsteiger- und Mittelklassereisemobilen und in fast allen Wohnwagen sind Gas-Warmluftheizungen (allermeistens von Truma) verbaut. In Oberklassemodellen kommen überwiegen Warmwasserheizungen (zumeist von Alde) zum Einsatz. Eher selten ist der Einsatz von Diesel-Warmluftheizungen. Die Warmluftheizung sorgt für eine schnelle Erwärmung des Wohnraums.

Warmwasserboiler

In Freizeitfahrzeugen kommen Boiler zum Einsatz, die warmes Wasser für die Bordküche und für den Sanitär- und Badbereich liefern. Die auf dem Markt befindlichen Modelle werden mit Gas oder mit Strom beheizt.

Warmwasserheizung

In den Reisemobilen der Oberklasse haben sich die Warmwasserheizungen von Alde fest etabliert. Sie arbeiten bauartbedingt langsamer als Warmluftheizungen, der Vorteil liegt aber darin, dass die Wärme gleichmäßiger abgegeben wird. Da die Konvektoren ihre Wärme auch auf die Möbel und die Seitenwände übertragen, ergibt sich ein angenehmer Abstrahleffekt

Wasserpumpe

Um Komfort wie zu Hause zu haben, kommen in Freizeitfahrzeugen Druckwasserpumpen zum Einsatz. Sie fördern bis zu 15 Liter pro Minute vom Wassertank zu den Verbrauchsstellen. Betrieben werden Sie über das 12-Volt-Bordnetz. Vor allem in Caravans finden Tauchpumpen Verwendung.

Wassertank

Kaum ein Reisemobil ohne fest eingebauten Wassertank. Die Kapazität liegt zwischen 50 und 200 Litern. In Wohnwagen kommen häufig Wasserkanister zum Einsatz.

Wasserversorgung

Auf die Wasserversorgung im Freizeitfahrzeug sollte immer geachtet werden, denn Keime und Bakterien können das Wasser gefährden. Im Zubehörhandel gibt es eine große Palette an Mitteln, die das Wasser in den Tanks und Leitungen desinfizieren und reinigen und damit haltbar machen.

Wechselrichter

Die Wechselrichter erzeugen aus der Gleichspannung 12 Volt der Bordbatterie eine Wechselspannung von 240 Volt. Preiswert sind die Geräte, die eine modifizierte Sinusspannung erzeugen. Damit können viele Geräte betrieben werden, etwa Föns, Kühlboxen oder Elektrowerkzeuge. Empfindliche Verbraucher wie Computer, Kaffeemaschinen oder elektrische Zahnbürsten sollten hingegen mit Sinus-Wechselrichtern betrieben werden. Wechselrichter gibt es in unterschiedlichen Leistungsklassen mit Ausgangsleistungen bis zu 2000 Watt.

Winterfest

Wer glaubt, dass Caravaning ein reines Sommervergnügen ist, irrt sich: Die modernen Freizeitfahrzeuge sind winterfest. Dafür sorgen ausgezeichnete Isolierungen, aber auch die Ausstattungen: Leistungsfähige Heizungen und Boiler sorgen für wohlige Wärme in Reisemobilen und Caravans.

Wohnauto

Den Begriff kreierte Arist Dethleffs bzw. seine spätere Frau Fridel Edelmann für den ersten, 1931 in Deutschland gebauten Wohnwagen. Das Original des damaligen Wohnautos ist nicht mehr erhalten. 1974 bauten Auszubildende in der Dethleffs-Lehrwerkstatt den Wagen anhand von Arist Dethleffs’ Plänen originalgetreu nach. Er wurde bei der Einweihung des neuen Werks im gleichen Jahr von der Münchner-Lach- und Schießgesellschaft im einem Sketch den Gästen vorgestellt. Dieses Modell steht seit 2011 im Erwin-Hymer-Museum in Bad Waldsee.

Z
Zuladung

Früher war die Formel ganz einfach. Da hieß es bei den Reisemobilen: Zulässiges Gesamtgewicht minus Leergewicht ist gleich Zuladung. Jetzt muss man zunächst die „Masse des Fahrzeugs mit Aufbau im fahrbereiten Zustand“ (Ziffer 14 im Kfz-Schein) ansetzen. Und die beinhaltet das Reisemobil inklusive Sprit, Öl, Werkzeug, Ersatzrad und fest installierter Zusatzausstattung wie Klimaanlage und Fahrradträger sowie einen 75 Kilogramm schweren Fahrer. Zu diesem Wert ist das Gewicht der Grundausstattung zu addieren: 90 Prozent des Frischwasser- und Gasvorrats, die Füllung von Chemietoilette und Wasserboiler sowie eine vier Kilo schwere Kabeltrommel. Dazu zehn Kilogramm persönliche Habe pro Passagier. Plus zehn weitere Kilogramm je Meter Gesamtlänge des Reisemobils. Die Zuladung errechnet sich dann aus der Differenz zum "technisch zulässigen Gesamtmasse im beladenen Zustand und Achslasten“ (ZGG)“.

Zusatzpolster

Sie finden sich häufig in Reisemobilen und Caravans. Mit Zusatzpolstern können Hubtische in ein Zusatzbett verwandelt werden. Damit ist auch die Bettverbreiterung zu einer durchgängigen Liegefläche möglich.