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Dethleffs macht Kunst

Ein fliegendes Bschüttfass zum Jubiläum

Wenn Sie sich nun fragen, was der Reisemobil- und Caravanhersteller Dethleffs mit einem Bschüttfass zu tun hat, dann lautet die Antwort: In der Kunst ist alles möglich! Und falls Sie nicht wissen, was ein Bschüttfass ist: Dies ist ein Allgäuer Ausdruck  für ein Gerät, das zur Ausbringung von Gülle auf die Felder verwendet wird. Ja, aber was haben denn nun die beiden Dinge miteinander zu tun? Kunst verbindet und vereint, Kunst ist aber auch strittig und streitbar. In diesem Falle aber, hat die Kunst vereint. Denn als Isnys größter Arbeitgeber haben wir natürlich immer ein offenes Ohr, wenn wir um Hilfe bei der Unterstützung von Projekten der Stadt angefragt werden. Wir können zwar nicht jedes Mal helfen, aber in diesem speziellen Falle haben wir es gerne getan, als das städtische Museum mit der Bitte auf uns zukam, ein Exponat als Eye-Catcher im Isnyer Schlosshof für die Ausstellung zu Ehren des150. Geburtstags des Künstlers Eugen Felles (1869-1934) zu bauen.

Eugen Felle und der Erfinder des ersten Caravans in Deutschland, unser Firmenpatron Arist Dethleffs, waren zeitgleich Bürger der Stadt Isny, die bis heute unser Firmensitz ist. Eugen Felle schuf 14.000 Postkarten-Motive, Arist Dethleffs Erfindung eine neue Ära des Reisens, die heute beliebter ist als je zuvor. Auch er war tief verbunden mit der Kunst, denn den ersten Wohnwagen erfand er, weil seine Frau, ebenfalls eine bekannte Künstlerin, ihn auf seinen langen Geschäftsreisen begleiten wollte und sich dafür eine Art Zigeunerwagen, der auch als Atelier genutzt werden kann, gewünscht hat. Und wie es eben auch heute noch so ist, einer Frau sollte man nie einen Wunsch abschlagen. An Arist Dethleffs können Sie sehen, wohin das führen kann: nämlich zu Europas größtem Hersteller von motorisierten Freizeitfahrzeugen.

Aber zurück zu Eugen Felle und was Dethleffs mit einem Bschüttfass zu tun hat. Ein bekanntes Motiv, der vielen Postkarten von Eugen Felle, trägt den Titel „Landwirtschaft in Zukunft“ und zeigt ein fliegendes Bschüttfass über einer Allgäuer Landschaft, das seine Gülle auf Touristen und Wanderer verteilt. Da sind wir doch froh, dass sich seine Zukunftsvisionen hier nicht umgesetzt haben und die moderne Technik lieber bodennahe Verfahren zur Gülle-Ausbringung einsetzt.

Dieses Motiv aus einer von 200 sogenannten Jux-Karten, die Eugen Felle geschaffen hat, hat unsere Dethleffs Lehrwerkstatt zum Leben erweckt und dem von unserem Firmennachbarn Katzschke-Menz gesponserten Oldtimer-Gülle-Fass im wahrsten Sinne des Wortes „Flügel“ verliehen.

In ca. 8 Wochen Arbeit haben zwei unserer Auszubildenden zum Holzmechaniker unter der Leitung unseres gewerblichen Ausbildungsleiters Alwin Zengerle an der Umsetzung des fliegenden Bschüttfasses gearbeitet. Eine Schwierigkeit des Exponats war, das Kunstwerk so zu bauen, dass die Flügel schweben und auch der Witterung im Freien standhalten.

Das Exponat ist ab dem 6. April bis 9. September im Rahmen der Ausstellung „Heimat_Partner“ im Schloss in Isny zu besichtigen. Dort sind über 1.000 Werke des Postkartenmalers Eugen Felle zu sehen. Viele seiner Karten zeigen regionale Landschaften und Motive.

Für unsere Auszubildenden sind solch außergewöhnliche Projekte eine tolle Abwechslung. Hier können sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich schöpferisch betätigen. Auch dies ist Kunst und jedes ihrer Ergebnisse ein Kunstwerk.

Ausbildung bei Dethleffs

Wir von Dethleffs sind sehr stolz auf unsere Ausbildung, die wir anbieten. Im Moment haben wir 55 Auszubildende und Studierende – so viele wie noch nie – im Unternehmen. Davon 25 Holzmechaniker- und Holzmechanikerinnen. Das ist fast die Hälfte. Insgesamt bilden wir in 12 verschiedenen Ausbildungs- und Studienrichtungen aus. Tendenz steigend!

Unsere Übernahmequote liegt derzeit bei nahezu 100 Prozent. D.h., wer bei uns eine Ausbildung macht, der schafft sich auch eine Zukunft.

Infos zur Dethleffs Ausbildung gibt es unter www.dethleffs.de/karriere